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IG Hochwasserschutz in Stuhr e. V.

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Notfallplan & wichtige Telefonnummern
Wo ist was passiert ?
Allgemeines für den Ernstfall

Wichtige Telefonnummern

Ergänzungen sind jederzeit erwünscht
(für email bitte Bild anklicken)

Der Vorstand steht zu jeder Zeit für Hilfe und Information zur Verfügung.

Bedenken Sie immer bei einer Alarmierung der Feuerwehr und des Techn. Hilfswerkes,
daß die Helfer in ihrer Freizeit für Sie tätig werden !!




Regenrückhaltebecken Rheinallee

  • Wasserstand steigt über den maximalen Pegel
  1. Leuchtet die rote Lampe an der Pumpen an der Stuhrer Landstraße ?
  2. Ist der Pegel an der Fußgängerbrücke oberhalb des Maximalstriches ?
  3. Gemeinde Stuhr verständigen
  4. Abwasserverband verständigen
 

  • Die rote Lampe an der Pumpen leuchtet, da zuviel Wassser in das Regenrückhaltebecken läuft oder die Pumpe/n defekt ist/sind
  1. Gemeinde Stuhr verständigen
  2. Abwasserverband verständigen
 

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  • Pegel an der Fußgängerbrücke oberhalb des Maximalstriches
  1. Gemeinde Stuhr verständigen
  2. Abwasserverband verständigen



Kleine Wasserlöse
  • Das Wasser fließt nicht ab
  1. Wasserlauf, insbesondere die Durchlässe auf Verstopfungen überprüfen
  2. Gemeinde Stuhr verständigen
  3. Abwasserverband verständigen

 

 

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  • Durchlaß verstopft
  1. Durchlaß reinigen
  2. Eigner zur Reinigung auffordern
  3. Gemeinde Stuhr bei Durchlässen unter öffentlichen Straßen anrufen



Hohorstersee
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  • Hohorstersee droht überzulaufen



Hauseingänge, Gärten und Garagenhöfe Moselallee und Rheinallee
  • Hauseingänge überflutet
  1. Wasser abpumpen, ggf. Feuerwehr anrufen
  2. Wasserstand des Regenrückhaltebeckens Rheinallee kontrollieren
  3. Ist der Pegel an der Fußgängerbrücke oberhalb des Maximalstriches ?
    Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
  4. Leuchtet die rote Lampe an der Pumpen an der Stuhrer Landstraße ?
    Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
 

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  • Wasser steht in den Garagenhöfen

Wasserstand des Regenrückhaltebeckens Rheinallee kontrollieren

  1. Ist der Pegel an der Fußgängerbrücke oberhalb des Maximalstriches ?
    Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
  2. Leuchtet die rote Lampe an der Pumpen an der Stuhrer Landstraße ?
    Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen



Regenrückhaltebecken Rathaus
  • Wasserstand steigt
  • Durchfluß unter der Brücke komplett durchspült
  1. Wasserstand im Regenrückhaltebecken Rheinallee kontrollieren
 

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  • Regenrückhaltebecken droht anliegende Flächen zu überfluten
  1. Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen



Klosterbach/
Varreler Bäke

  • Wasserstand reicht bis weniger als 10 cm an die Spitze der Verwallung heran
  1. Ochtumverband anrufen
 

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  • Wasser sickert unter der Verwallung durch
  1. Ochtumverband anrufen
  2. Feuerwehr anrufen



Wehr Heiligenrode
  • Weg nördlich des Wehres überflutet
  1. Pegel des Klosterbachs kontrollieren
  2. Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
 

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  • Wehr komplett geöffnet ?
  1. Öffnung des Wehres kontrollieren
  2. Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen



Wehr Gut Varrel
  • Wasserstandsanzeige kontrollieren
  1. Anzeige für Wehr Heiligenrode kontrollieren (Anzeige maximal: m)
  2. Anzeige für Wehr Gut Varrel (Anzeige maximal: m)
  3. Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
 
  • Wehr komplett geöffnet ?
  1. Öffnung des Wehres kontrollieren
  2. Gemeinde, ggf. Feuerwehr anrufen
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Allgemeines
  • Verwallung wird überflutet,
    Gewässer tritt über die Ufer
  1. Ochtumverband oder Mittelweserverband anrufen
  2. Feuerwehr anrufen
 

 
  • Wasser sickert unter der Verwallung durch
  1. Ochtumverband oder Mittelweserverband anrufen
  2. Feuerwehr anrufen
 

 
  • Gebäude / Räume überflutet
  1. Feuerwehr anrufen
 

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Wichtige Telefonnummern

für die Gemeinde Stuhr und angrenzende Gemeinden

(Stand September 2002 - ohne Gewähr)

 


   
zu Geschäftszeiten
außerhalb der Geschäftszeiten
 


  Feuerwehr Notruf
112
112
 


  Ärtzl. Notdienst
0421-8061712
0421-8061712
 


  Gemeinde Stuhr
0421-5695-0
0170-33 415 20 (nur Sa/So 8-13.00 h)
 


  Mittelweserverband Syke
04242-9224-0

0171-19 799 39 (H. Kranefoed)

0171-7870360 (H. Neumann)

 


  Ochtumverband Harpstedt
04244-550
0173-24 385 48 (H. Stöver)
 


  Abwasserverband Stuhr/Weyhe
0421-803292

0170-29 793 26

0171-48 045 12

 


  Avacon Syke
0800-4282266
0800-4282266
 


 

KGU/SWB Enordia, Stuhr

0421-562229

0421-359-4460

0421-359-4468

 


  Oldenburg.-Ostfriesischer Wasserverband, Brake
04401-916-0
04401-6006
 


 

Wasserverband Syker Vorgeest

04242-9800-0
0172-43 765 88
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Allgemeines
Zusammenfassung für den Ernstfall:

(folgendes nach einer SONDERAUSGABE DER PEGELLATTE)

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  • Gas bzw. Ölhahn an der Heizung schließen.
  • Strom abschalten (Sicherung)
  • Öltank füllen (ein voller Tank hat weniger Auftrieb).
  • Den Öltank so verkeilen, daß er sich durch Auftrieb nicht losreißen kann (Auch ein voller Tank hat noch Auftrieb.)
  • Lüftungsrohre des Tanks verschließen
  • Brenner in Öl- und Gasheizung ausbauen ( meist nur 4 Schrauben )
  • Heizungselektronik ausbauen ( falls nicht steckbar, an den Fachmann denken ) und Steckverbindung wasserdicht machen

 

   
 
Heizung sichern
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von Martin Lange, Schornsteinfegermeister

Das Hoch- oder Grundwasser dringt in den Keller. Was tun mit der Heizung?

Grundsätzlich sollte man bei Häusern, die akut hochwassergefährdet sind, die Möglichkeit nutzen, die Heizung aus dem bedrohten Bereich in sichere Räumlichkeiten zu verlegen. ( z.B.:, Speicher ) Leider kommt diese Lösung überwiegend nur bei Gasheizungen in Frage. Über die entsprechend notwendigen Maßnahmen informieren Sie Fachleute der Gasversorgung, des Heizungsgewerbes und Ihr Schornsteinfeger. ( Unter Umtänden können hierfür Fördermittel beantragt werden. ) .

Ansonsten kann ich nur empfehlen, den Öl- bzw. Gasbrenner, ( ACHTUNG, STARKSTROM) und die Heizungssteuerung zu demontieren. (gegfl. sogar die entsprechenden Umwälzpumpen ).

Die Heizkessel sind dagegen vergleichsweise wasserunempfindlich. Bei der Sicherung der Öltanks ist es mitunter auch notwendig, die Entlüftungsöffnung gegen Eindringen von Wasser zu schützen. Lassen Sie sich bitte von den o.g.. Fachleuten entsprechend rechtzeitig informieren !

 

 
Pumpen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ralf P. Wackers

Welche Pumpe ?

Nach den Hochwasserwochen flattern Prospekte von verschiedenen Baumärkten ins Haus. Allen gemeinsam war das Angebot von Pumpen und Zubehör. Ein Vergleich der Leistungswerte war jedoch unmöglich, da verschiedene Maßangaben benutzt wurden. Als Beispiel : Pumpe A hatte "nur" eine Leistung von1,5 l/s, Pumpe B dagegen eine Leistung von 5,4 m3/h. Pumpe A war eine Tauchpumpe, Pumpe B dagegen nicht.

Um die Pumpleistung umrechnen zu können, hier einige Umrechnungshilfen:

1 m3 = 1000 dm3 = 1000 l

1 Stunde = 60 Minuten = 3600 Sekunden

Pumpleistung der Pumpe A :

1,5 l = 1,5 / 1000 = 0,0015 m3

Die Pumpleistung in einer Stunde sind dann 0,0015 x 3600 = 5,4 m3/h und somit gleich mit der Pumpe B.

In den Prospekten gab es 2 Arten von Pumpen : Eine, die das Wasser über einen Schlauch ansaugt, und eine, die direkt in das Wasser gestellt wird und im
Boden Ansauglöcher besitzt. Beiden gleich ist, daß sie nur pumpen können, wenn der Ansaugbereich voll Wasser ist. Bei der Pumpe mit dem
Ansaugschlauch muß der Schlauch immer per Hand voll Wasser gefüllt werden, wenn er durch momentanen Wassermangel leer gepumpt wurde. Dieses
Problem besteht bei der Tauchpumpe nicht. Sie kann direkt in das Wasser gestellt werden. Sollte zuwenig Wasser vorhanden sein, schaltet ein Schwimmer -
Schalter die Pumpe aus, bis wieder genügend Wasser vorhanden ist. Leerlaufende Pumpen können leicht überhitzt werden, da normalerweise die
Motorkühlung über das durchfließende Wasser erfolgt.

Aus diesen Gründen eignet sich für uns in der Regel nur eine Tauchpumpe. Beim Kauf sollte man darauf achten, daß die Lager in der Pumpe "dauergeschmiert" sind.

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Was kann ich pumpen?

Bei Hochwasser kann es zwei Arten von Wasser im Keller geben:

1. Das relativ saubere Grundwasser.

Es wird durch die Ritzen in Mauern und Fundament gedrückt und kann feinen Sand mitführen.

2. Das direkte Oberflächenwasser.

Durch die bei Hochwasser immer wieder auftretenden Ölunfälle, berstende und aufgeschwemmte Öltanks, ist dieses Wasser meist ölverschmutzt. Aber auch hier finden wir Sand und Schwebeteile (mitgeschwemmter Müll, Blätter, usw.).

Deshalb sollte die Pumpe Sand bis zu einer bestimmten Größe (Körnung) verarbeiten können und sollte für größere Schwebeteile ein Sieb in der Ansaugöffnung besitzen. Zudem muß sie aus ölfesten Materialien gebaut sein.

Wir haben uns Industriepumpen angesehen, die z.B. in Chemiefirmen genutzt werden. Die kleineren Typen liegen bei ca. 150,- € bis 200,- € (Weitere Angaben sind in der Redaktion zu erfragen). Solche Pumpen entsprechen der DIN-Norm IP68, d.h. sie sind wasserdicht und können komplett unter Wasser gestellt werden.

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Benutzung einer Pumpe

Die Pumpe wird an die tiefste Stelle des auszupumpenden Raumes gestellt. Da der Strom in diesen Überschwemmungsräumen abgeschaltet sein sollte, muß die Spannung über ein Verlängerungskabel zur Pumpe gebracht werden. Hier sollte ein Gummikabel mit Gummistecker verwendet werden. Die Steckerverbindung muß unbedingt aus dem Wasserbereich gehalten werden (Aufhängen an der Decke). Die Schläuche sollten so kurz wie möglich sein und mit so wenig Steigung wie möglich angebracht werden. Sollten die Schläuche an z.B. Fensterkanten abknicken (je dicker der Schlauch, desto weicher ist er), kann man mit einer fest an die Wand montierten Rohrkonstruktion mit Bögen einen Leistungsabfall vermeiden. Ohnehin nimmt die Leistung der Pumpe mit der Förderhöhe ab.

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Noch ein Wort zum Kellerauspumpen:

Die Feuerwehr warnt generell vor leichtsinnigem Leerpumpen. Das Eindringen des Wassers in den Kellern bedeutet, dass das Kellergeschoß aussen von Wasser umgeben ist. Wasser hat ein Gewicht von 1 kg / Liter bzw. 1 t / m3. Auf 1 m2 Boden wirkt also bei einer Wassersäule von 1m ein Gewicht von 1t.
Wenn das Wasser 1m um den Keller herum steht und der Keller leergepumpt wird, dann drückt das Wasser auch von unten auf das Fundament mit rund 1t je m2. Auf einen Kellerboden mit einer Fläche von 60m2, wirken also auch 60t. Das hält manches Fundament aber nicht mehr aus. Risse bilden sich im Boden, und im schlimmsten Fall bricht das Fundament auf . Das eindringende Wasser schwemmt Sand aus dem Fundament heraus. Sand, der normalerweise dafür sorgt, dass die größeren Kiessteine in einem Sandbett lagern. Fehlt der Sand, so richten sich die Kieselsteine neu aus und sacken in sich zusammen.
Ein Absacken des Fundamentes und Setzrisse in den Wänden sind die Folge. Daher sollte man lieber etwas Wasser im Keller lassen, um einen Gegendruck zu erzeugen und den Kellerboden zu entlasten.

Am sichersten ist es, den leergeräumten Keller einfach fluten zu lassen und nur so viel zu pumpen, dass das Wasser nicht ins Erdgeschoss eindringt.

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Elektroanlagen
nach oben Was tun, wenn das Wasser im Keller steigt?
  • Hausanschlußkasten (Panzersicherung) rechtzeitig hoch legen lassen . Info AVACON
  • Zählerkasten und Unterverteilung müssen auch hochgelegt werden.
  • FI-Schutzschalter für hochwassergefärdete Räume vom Elektriker einbauen lassen.

Der hochwassererfahrene Elektroinstallateur beantwortet alle Fragen bzgl. der Verteilung im Haus.

Um Stromschläge zu vermeiden, sollten :

  • alle elektrischen Einrichtungen, wie Schalter und Steckdosen, im Keller hoch angebracht werden (möglichst eine Steckdosen in Fußhöhe, keine Kabel und
    Mehrfachstecker im Hochwasserfall liegen lassen).
  • der Kellerstrom an der Verteilung separat abschaltbar sein (vom Elektriker prüfen lassen)
  • Vorsicht ! Sollte Wasser im Keller eingedrungen sein und tiefliegende Steckdosen noch unter Strom stehen, so besteht auch mit Stiefeln beim Durchwaten

 

 
Was tun bei überlaufenden Toiletten
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Rohrdichtungen in allen Nennweiten

Bei den letzten beiden Hochwässern zeigte sich, daß Wasser nicht nur durch Kellerboden und Aussenwand dringen kann, sondern auch durch die Kanalisation. Sie ist ein weiterer neuralgischer Punkt, dem man Beachtung schenken muß. Einige Betroffene erzählten uns, daß sie versucht haben, das Toilettenbecken mit Handtüchern zu verschließen, damit der Kanalinhalt sich nicht in die Wohnung ergießt. Da wir der Ansicht sind, daß das nicht die einzige Möglichkeit sein kann, sich zu schützen, besuchten wir einen Dichtungsfachmann und ließen uns beraten.

Für jeden halbwegs begabten Hobbyhandwerker dürfte es seiner Ansicht nach nicht mit Problemen verbunden sein, die Toilettenschüssel vom Boden abzumontieren und das Abflußrohr unterhalb des Knies freizulegen. Für dieses Rohr gibt es Rohrdichtungen in verschiedenen Größen.

 

 
Im Wasser härtender Kitt
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Aus der Schiffahrt direkt an die Hochwasserfront

Wer kennt nicht das Problem. Das Hochwasser kommt schneller als Kitt, Bauschaum, Mörtel u.s.w. an den Behelfsdichtungen und -Mauern abtrocknen können. Jetzt hilft nichts mehr! Das Wasser steht z.B. an unserer leckenden Mauer. Ein erneutes Abdichten ist nicht möglich, da die Dichtungsstelle ja trocken sein muß ! Wir haben wieder unseren Pumpen und Dichtungsfachmann1 zu diesem Thema gefragt

In der Schiffahrt wird bei kleineren Leckagen ein Kitt von der Firma "Devcon" aus Höchberg/Würzburg verwandt, der auch im und unter Wasser aushärtet.
Der Kitt hat die Bezeichnung "Devcon UV". Während der Verarbeitungs- und Aushärtungsphase sollte man jedoch der Leckstelle etwas den Wasserdruck nehmen. Damit ist das nachträgliche Abdichten bei bereits vorhandenem Wasser möglich.

 

Dichte Schotten für Türen und Fenster

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Ein weiterer Tip unseres Pumpen- und Dichtungsfachmannes ist die hochwassererprobte Schottvariante mit Bitumendichtungen und Schalstützen. Zuerst wird ein stabiles Brett aus z.B. wasserdicht lackiertem oder geölten Sperrholz (22mm) zugesägt. Zum Abdichten verwenden wir eine Bitumendichtung, die aus ca. 30x30 mm starkem Schaumgummiband besteht, welches in Bitumen getränkt wurde. Es hat die Eigenschaft, sich nach dem Zusammendrücken langsam wieder auszudehnen und dabei auch kleinere Zwischenräume und Risse abzudichten.

Das Brett wird mit der Dichtung in den Tür- oder Fensterrahmen eingesetzt. Zwischen die seitlichen Laibungen werden nun ein oder mehrere Schalungsstützen verspannt. Die Löcher dieser Stützen müssen auf das Brett gerichtet sein. Durch die Löcher stecken wir Gewindestangen und Schrauben von der Brettseite je eine Mutter auf, bis die Gewindestange das Brett berührt. Zwischen Brett und Gewindestange kann man noch eine etwa 2mm dicke Blechscheibe legen, damit sich die Gewindestange nicht in das Brett bohrt. Mithilfe der Muttern wird das Schottbrett in die Dichtung gedrückt.

Bitte beachten Sie beim Übernehmen dieser Tips, daß

nicht alle Fenster gleich sind und ein eventuell auftretender hoher Wasserdruck gefährlich werden kann!

 
Nasse Steckdosen wieder in Funktion
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Spray unterwandert Nässe

Ein weiterer Praxistip erreichte uns von unserem Dichtungsfachmann Falko Nettekoven. Es handelt sich um ein sprühbares Öl, daß in der Lage ist, Wasser von Kontakten zu verdrängen und diese Kontakte zu isolieren. In Fachkreisen ist dieses Öl schon lange als "Kriechöl" bekannt. Herr Nettekoven zeigte uns die Funktion in einem Versuchsaufbau. Auf einer Platine befinden sich zwei voneinander isolierte Kontaktflächen. Ein Widerstands-meßgerät (Ohmmeter) wurde daran angeschlossen. Das anschließend darübergegosse Salzwasser veränderte den Widerstandswert auf 0 Ohm, was einem Kurzschluß entspricht. Im Normalfall würde jetzt die Sicherung ausgelöst werden. Somit wäre erst einmal Schluß mit dem Pumpen.

Nach Aufsprühen des Öls dauerte es etwa 6 Minuten, bis das Widerstandsmeßgerät, trotz immer noch auf der Platine schwimmenden Salzwasser, wieder einen normalen, kurzschlußfreien Wert anzeigte. Das Öl wird unter dem Namen FLUID 101 von der Firma Kontakt Chemie vertrieben.

 

Verhaltenstips für Gaskunden in Hochwassergebieten

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(Die GasversorgungsgeselIschaft mbH Rhein-Erft )

Zur Vermeidung von Schäden ist das gewaltsame Einströmen des Wassers in hochwassergefährdete Räume, in denen sich Gaszähler, Druckreglergeräte, Gasleitungsanlagen und Gasgeräte befinden, durch Schutzvorrichtungen möglichst zu verhindern.

Gasbeheizte Wärmeerzeuger, die im Keller oder unter dem Hochwasserspiegel installiert wurden, sind rechtzeitig von eingetragenen Installationsunternehmen außer Betrieb zu nehmen. Die Gasleitung ist dicht zu verschließen und der ausgebaute Wärmeerzeuger sollte zu einem nicht hochwassergefährdeten Platz gebracht werden.

Gegenstände, die im Hochwasser durch Schwimmen oder Umstürzen die Gasanlage beschädigen könnten, sind aus dem Zählerraum zu entfernen oder sicher zu befestigen.

Die Gasleitungen im hochwassergefährdeten Bereich sind sicher zu befestigen und es empfiehlt sich, diese gegen Korrosion besonders zu schützen. Es wird empfohlen, die Gasleitungen in verzinktem Rohrmaterial zu verlegen oder die Leitungen mit einem Schutzanstrich zu vesehen. Unmittelbar nach dem Rückgang des Hochwassers sind die betroffenen Gasanlagen einer sorgfältigen Prüfung, möglichst durch einen Installations- oder Heizungsfachbetrieb zu
unterziehen, um eventuelle Hochwasserschäden sofort festzustellen.

 
Notstand und Hilfeleistung
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Thomas Sandvoss

Hilfeleistung in Notsituationen ist für jeden nicht nur ein moralische Gebot, sondern unsere Rechtsordnung fordert sie von uns:

§ 323 c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) lautet:

"Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Auch wenn diese Pflicht in unserem Bewußtsein verankert ist, so bleiben doch in der konkreten Situation Zweifel:

  • Muß ich überhaupt helfen?
  • In welchem Umfang muß ich helfen?
  • Welches Risiko muß ich eingehen?
  • Werden die anläßlich der Hilfeleistung entstandenen Schäden ersetzt?
  • Was passiert, wenn die Hilfeleistung einen Eingriff in die Rechtsgüter (z.B. Eigentum, Gesundheit) anderer Personen erforderlich macht?

Der Vermittlung von etwas mehr Entscheidungssicherheit dienen die folgenden Erläuterungen:

Unter einem Unglücksfall wird ein plötzliches äußeres Ereignis, das eine erhebliche Gefahr für Personen oder Sachen bringt oder zu bringen droht, verstanden. Konkret zählen dazu z.B. die Unfälle in Betrieb, Haushalt und Verkehr.

Die gemeine Gefahr ist ein Zustand, bei dem die Möglichkeit eines erheblichen Schadens an Leib oder Leben oder an bedeutenden Sachwerten für unbestimmt viele Personen naheliegt. Dazu zählen Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und vergleichbare Gefahrenlagen.

Die Hilfeleistung muß erforderlich sein. Das bedeutet, daß z.B. die Pflicht zur Hilfeleistung nicht besteht, wenn die Feuerwehr bereits hinreichende Rettungsmaßnahmen eingeleitet hat.

Die Hilfeleistung muß auch zumutbar sein. Das bedeutet, daß eine Hilfeleistung dann nicht mehr gefordert werden kann, wenn bei der Abwägung der Rechtsgüter die Gefährdung der Rechtsgüter des Helfenden schwerwiegender ist als die Unterlassung der Rettung anderer Rechtsgüter (z.B. Lebensgefahr bei Rettung von Sachwerten).

Sollte eine Hilfeleistung es erforderlich machen, daß Rechtsgüter anderer beeinträchtigt werden (z.B. Zerstörung eines Gartenzauns, um bei Hochwasser mit dem Rettungsboot Personen aus einem Wohnhaus retten zu können), so ist diese Vorgehensweise über die Regelung des § 904 BGB (Notstand) gerechtfertigt:

"Der Eigentümer einer Sache ist nicht berechtigt, die Einwirkung eines anderen auf die Sache zu verbieten, wenn die Einwirkung zur Abwendung einer gegenwärtigen Gefahr notwendig und der drohende Schaden gegenüber dem aus der Einwirkung dem Eigentümer entstehenden Schaden unverhältnismäßig groß ist. Der Eigentümer kann Ersatz des ihm entstehenden Schadens verlangen."

Die dem Helfer anläßlich der Hilfeleistung entstehenden Schäden werden regelmäßig nach der Regelungen der §§ 677 ff. BGB ersetzt.

 

 
Notfallkiste

 

 

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fertig gepackt und griffbereit für den Extremfall

  • Gummistiefel, Watstiefel ,
  • Wathose und unbedingt Schwimmweste ,
  • Pumpe Keller
  • Pumpenschlauch Keller
  • Verlängerungskabel ( wasserdicht ) ,
  • Verbindungsmuffen ,
  • Schlauchschellen ,
  • Werkzeug ,
  • Schaufeln ,
  • Klebeband ,
  • Gaskocher, Campingkocher (Gas, Benzin, Spiritus, Esbit : Betriebsanleitung beachten!)
  • Gaskartuschen , Petroleum, Spiritus oder Esbit
  • Gasheizung mit Gasflasche oder Petroleumheizung (Betriebsanleitung beachten!) ist die Flasche voll ?
  • Taschenlampen, Gaslampen, Petroleumlampen ,
  • Radio ,
  • Batterien für alle Geräte. neu kaufen
  • Kerzen ,
  • Feuerzeug, Streichhölzer (in Plastik geschweißt) ,
  • Notstromaggregat (teuer!)
  • Benzin (Lagerungsbestimmungen beachten !)
  • Kanalschnelldichtungen ,
  • evtl. Schlauchboot
  • Dosen- bzw. Flaschenöffner ,
  • Kordel / Seil ,
  • Eimer / Chemietoilette
  • Leiter für Ausstieg aus der 1. Etage und evt. Beladen des Garagendaches Garage,
  • Umzugkartons / Kisten (für den Kleinkram) Keller
  • Eimer, Aufnehmer, Lappen Boden...
  • dicke Abdeckfolie für evakuierte Teile auf dem Garagendach
  • Ausweise, Gesundheits-, Versicherungsunterlagen (wasserfest)
 
Benutzung von Sandsäcken
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  • Um sich vor dem Wasser zu schützen, insbesondere Schwallschäden durch Wellenschlag zu vermeinden, eignen sich Wälle aus Sandsäcken. Diese müssen sehr dicht gepackt auf einer wasserundurchlässigen Grundlage, wie dickere Plasitk- oder Dichtungsfolien (Teich-, Dachfolie), aufgebaut werden. Die Folien sollen das Wasser abhalten, wenn die Sandsäckle nach einiger Zeit durchnäßt sind.
  • Die Folien werden zunächst ausgelegt.
  • Stapeln Sie die Sandsäcke sehr dicht hinein.

    Vorsorge:

  • Beschaffen sie nicht zu feinen, trockenen Sand
  • Beschaffen Sie Folien
  • Beschaffen Sie Folien, möglichst aus Kunststoff (im Notfall tun es auch Plastiktüten, die jedoch nur einem Viertel gefüllt werden; sie reißen sonst)
  • Stellen Sie Schaufeln bereit.

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich bitte an: [IG Hochwasserschutz in Stuhr].
Stand: 03.07.2005

Disclaimer