wpeA7.jpg (3072 Byte)

IG Hochwasserschutz in Stuhr e. V.

Interessengemeinschaft Hochwasserschutz in Stuhr e. V.

Nach oben zurück

 

1 Jahr nach der Hochwasserkatastrophe in Stuhr


Die Interessengemeinschaft Hochwasserschutz in Stuhr e.V. (IHS)
greift zur Selbsthilfe

 

 

Nach dem auch nach einem Jahr nicht zu erkennen ist, daß Politik und Verwaltung der Gemeinde Stuhr und des Landkreises Diepholz (s. auch Artikel in der RR vom 23.09.99) gewillt sind, die berechtigten Interessen ihrer Bürger zur Herstellung eines wirksamen Hochwasser-schutzes umzusetzen, greift die IHS nun zur Selbsthilfe.

Am Nachmittag des 30.10.99, also genau ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe, wird in der "Kleinen Wasserlöse" ein Pegel zur Wasserstandsmessung installiert. Der Pegel wird nach Erreichen eines bestimmten Wasserstands ein weithin hörbares Warnsignal aussenden. Diese mit wenig Aufwand zu realisierende Hilfsmaßnahme warnt vor einer möglichen Hochwassergefahr, befreit aber die verantwortlichen Gremien nicht davon, endlich zum Wohle ihrer Bürger aktiv zu werden.

Die damalige Einsatzleitung, die jegliche Kompetenz und Kommunikation vermissen ließ, hatte es u.a. nicht für nötig erachtet, gefährdete Gebiete rechtzeitig vor dem herannahenden Hochwasser zu warnen. Das Prinzip der Schadensminimierung wurde damit sträflich verletzt. Mit einem Durchbrechen der Stuhrer Landstraße, nicht nur des Fahrradweges, hätten die Schäden in Höhe von mehr als einer halben Million DM an Häusern und Mobiliar im Bereich der "Kleinen Wasserlöse" vermieden werden können. Der spektakuläre Pumpeinsatz der Feu-erwehr hätte sich erübrigt.

Die auch kürzlich noch wiederholte Behauptung des Kreisbrandmeisters, man hätte die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten gewarnt, ist falsch. Sie zeigt allerdings einmal mehr, daß eine kritische Aufarbeitung der Ereignisse mit Festlegung zukünftig erforderlicher Maß-nahmen nicht stattgefunden hat. Dies wurde auch in der Sitzung des Energie- und Umweltausschusses der Gemeinde Stuhr im Juli 99 deutlich.

Hiermit steht die Gemeinde Stuhr allerdings völlig abseits. So wurden in der Stadt Delmen-horst und in Syke aus den Ereignissen unmittelbar Konsequenzen gezogen und bauliche Maß-nahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes geplant bzw. schon in Angriff genommen. Die erforderlichen Mittel wurden bei den entsprechenden Stellen beantragt. Entsprechende Mittelanträge aus Stuhr liegen z.B. beim Nds. Umweltministerium nicht vor.

Natürlich wäre es für die Gemeinde Stuhr einfacher sich aus der Verantwortung zu stehlen und dem Beispiel für das Bebauungsgebiet Weidenstraße III (Lärmbelästigung durch den Flughafen) zu folgen, evtl. noch ansiedlungswillige Interessenten auf die Hochwassergefahr hinzuweisen. Allerdings wird die IHS alles daransetzen, daß Aussitzen der seit vielen Jahren bekannten Hochwasserproblematik in der Gemeinde Stuhr zu verhindern. Ein Katalog not-wendiger Maßnahmen wurde nach zahlreichen Diskussionen mit den zuständigen Stellen er-stellt und liegt der Gemeinde Stuhr vor.

Das Aufstellen des Pegels ist öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen.


nach oben

Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich bitte an: [IG Hochwasserschutz in Stuhr].
Stand: 03.07.2005

Disclaimer